Selbsterfahrung

Ein wesentliches Element der Ausbildung ist die Selbsterfahrung (§5 PsychTh-APrV).
Die tiefenpsychologische Selbsterfahrung (150 Stunden) findet in Blockveranstaltungen in kleinen Gruppen statt. Biografische Erfahrungen und ihr Einfluss auf das therapeutische Handeln werden differenziert analysiert und reflektiert. In der Gruppenselbsterfahrung steht der Beziehungsaspekt des therapeutischen Handelns im Vordergrund.

Die Selbsterfahrung dient nicht nur der Reflexion oder Modifikation persönlicher Voraussetzungen für das therapeutische Erleben und Handeln, sondern auch der Aktivierung und Förderung persönlicher Ressourcen und der Unterstützung der persönlichen Psychohygiene.

  • Inhalte der Selbsterfahrung sind u. a.:
  • Individuelle Beziehungsmuster und ihr Einfluss auf therapeutische Beziehungen
  • Individuelles therapeutisches Erleben und Handeln
  • Eigene Stärken und Schwächen und ihre Bedeutung für das Hansdeln als Therapeut
  • Reflektion der eigenen Emotions- und Selbstregulation
  • Sensibilisierung für bestimmte Themen (Kulturelle Faktoren, Sexualität, Werte, Sucht, Macht, etc.)

Die Selbsterfahrungsgruppen werden von anerkannten Supervisoren des Instituts geführt. Um günstige Bedingungen für die persönliche Entwicklung in der Selbsterfahrung zu gewährleisten und Rollenkonflikte zu vermeiden, findet die Selbsterfahrung bei Supervisoren statt, die keine Prüfungen oder sonstige Bewertungen von Ausbildungsleistungen der Kandidaten vornehmen.