Praktische Ausbildung

Die Praktische Ausbildung (§4 PsychTh-AprV) beinhaltet die selbständige Durchführung von Psychotherapie unter Supervision. In der praktischen Ausbildung werden praktische Fertigkeiten und Kompetenzen in der Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert erworben und trainiert.

Die Praktische Tätigkeit setzt sich zusammen aus 950 Behandlungsstunden und 235 Stunden Supervision Die Behandlungsstunden sind in der Ausbildungsambulanz der aap zu absolvieren. Über mindestens sechs der in der Ambulanz behandelten Fälle ist eine schriftliche Falldarstellung zu erstellen, die den Stand der Wissenschaft berücksichtigt.

Die Supervision begleitet die therapeutische Tätigkeit kontinuierlich. Das Verhältnis von Behandlungsstunden und Supervision ist 4:1, d.h. nach jeder vierten Behandlungsstunde findet eine Supervision statt. Mindestens 50 Stunden werden als Einzelsupervision abgeleistet.

Die praktische Ausbildung wird außerdem durch 465 Stunden Tutorien und Selbststudium begleitet. Die Tutorien, die einmal pro Quartal stattfinden, dienen der inhaltlichen und organisatorischen Anleitung der selbständigen Behandlungstätigkeit (z.B. Ausarbeiten der Therapieanträge; Führen der Patientenakte; Abrechnung der erbrachten Leistungen).

Weitere Themen von Tutorien sind, z. B.:

  • Umgang mit Suizidalität,
  • die therapeutische Haltung als Intervention
  • Umgang mit schwierigen Therapiesituationen
  • Achtsamkeitstechniken
  • Psychohygiene

Die Tutorien finden in Kleingruppen statt. Der Schwerpunkt liegt auf praktischen Übungen.

Zusätzlich sind ca. 400 Stunden Selbststudium vorgesehen. Das Selbststudium dient der Vor- und Nachbereitung der selbständig durchgeführten Psychotherapie sowie der Vor- und Nachbereitung der Supervision im Rahmen der praktischen Ausbildung (Semester 3-6) Dazu gehören z.B. das Einüben spezifischer Techniken, das Schreiben des Kassenantrags sowie die Erstellung von Fallberichten und die Prüfungsvorbereitung.